Aronstab, gefleckter (Arum maculatum)

Familie: Araceae, Aronstabgewächse

Giftigkeit: giftig bis sehr giftig

Standort/Verbreitung: In Süd- und Mitteleuropa zerstreut, im Norden selten oder fehlend. In schattigen und feuchten Wäldern, vor allem in Laubwäldern und unter Hecken.

Typische Merkmale: Krautige, 15-40 cm hohe Pflanzen mit knolligen Wurzelstock. Blätter langgestielt, spieß- bis pfeilförmig, häufig gefleckt. Blütenscheide grünlich-weiß, unten kesselartig erweitert (Fliegenfalle). Blütezeit: April-Mai. Früchte: Juni -Juli

Giftige Pflanzenteile und Inhaltsstoffe: Alle Pflanzenteile einschließlich Beeren.

Giftig durch: Salze der Oxalsäure, daneben „flüchtige Scharfstoffe", deren genaue Zusammensetzung nach wie vor unbekannt ist.

Vergiftungen: Vor allem beim Weidevieh tödliche Vergiftungen durch Verzehr der Blätter im Frühjahr beobachtet. Wegen des angenehm süßlichen Geschmacks Vergiftungen am ehesten durch die roten Beeren. Die Giftigkeit der Beeren kann je nach Standort und Reifegrad beträchlich schwanken. Durch Abkochen und Trocknen verliert die Pflanze an Giftigkeit.

Mögliche Symptome: Treten meist innerhalb von 5-25 min auf. Bei Hautkontakt starke Reizerscheinungen möglich, Rötung, bis hin zur Blasenbildung,Taubheitsgefühl. Nach dem Verzehr Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle möglich. Auch Erregung und Krampfanfälle sind beschrieben.

Erste Hilfe: Wenn in der ersten halben Stunde keine Symptome: reichlich trinken lassen, Kohlegabe. Aufsuchen eines Arztes wegen möglicher Schleimhautschwellungen.
Bei Symptomen primäre Giftentfernung und anschließend Kohlegabe durch Ärztin/Arzt, meist jedoch nur nach Aufnahme größerer Mengen erforderlich.

Ergänzende Daten von der UNI-Zürich unter: http://www-vetpharm.unizh.ch/giftdb/pflanzen/0010_vet.htm

 
     
 
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